14.12.2011 - Weihnachtsgottesdienst 2011


Unseren Weihnachtsgottesdienst haben wir in diesem Jahr mit Pastor Holger Nollmann und Kindern unterschiedlichster Religionen in der Friedenskirche gefeiert. Schüler und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen spielten den 'Weihnachtsstern', frei nach dem Lukasevangelium und in Anlehnung an das Kinderbuch von Marcus Pfister:

Friedlich weidete die Schafherde auf dem Feld. Nur am Lagerfeuer, an dem die drei Hirten saßen, kehrte keine Ruhe ein. Die Stimmen der Schafhirten klangen so aufgeregt, dass sie das Knistern des flackernden Feuers übertönten. 'Habt ihr gehört? Ganz in der Nähe ist ein Kind geboren worden. Es soll ein neuer König sein. Ein König ohne Heere und dennoch mächtiger als alle, die wir jemals kannten. Gütig und bermherzig soll er sein, ein König des Friedens und der Freude.' 'Lasst uns den König begrüßen. Aber wo finden wir das Kind?' 'Wenn wir doch nur vom Himmelszelt aus das Land überblicken könnten. Die Sterne kennen den Geburtsort des heiligen Kindes bestimmt.'

Als ob die Sterne die Bitte der Hirten gehört hätten, schien der Himmel plötzlich in Bewegung zu geraten. Die Hirten blickten gebannt hinauf und hofften sehnsüchtig auf ein Zeichen, das ihnen den Weg weisen würde. Ehrfürchtig betrachteten sie das wundersame Schauspiel am Firmament. Langsam rückten die Sterne zusammen. Sie kamen einander näher und näher. Und schließlich sammelten sie sich zu einem strahlend hellen Stern. Dann begann der funkelnde Stern über den Horizont zu gleiten.

Hastig packten die Hirten ihre Siebensachen und folgten dem geheimnisvollen Stern. Er würde ihnen den Weg zum Kind zeigen. Die Strahlen des Sterns drangen bis in die dunklen, dichten Wälder. 'Das wird wohl der Vollmond sein', heulte der Wolf. Die Igelfamilie glaubte, die Morgendämmerung sei angebrochen und verließ ihr Nest. Auch die weise Eule erschien und erzählte den Tieren: 'In Bethlehem ist das heilige Kind geboren. Dieser wunderbare Weihnachtsstern führt euch an seine Wiege.'
Über einem kleinen Stall blieb der Weihnachtsstern schließlich stehen. Er ließ die kleine Hütte in festlichem Glanz erstrahlen. Alle wollten das heilige Kind willkommen heißen. 'Ich bringe dir Milch.' 'Ich bringe dir Butter.' 'Ich bringe dir ein warmes Feld.' Von Vater und Mutter umsorgt lag das Kind in der Krippe. Die Strahlen des Weihnachtssterns drangen hell durch das kleine Fenster. Ruhe und Frieden lagen über dem Hügel, und alle wünschten sich, dieser Augenblick der Eintracht möge für immer andauern.
Gedanken über den Weihnachtsgottesdienst unseres Kollegen Herrn Yalcin, Lehrer für herkunftssprachlichen Unterricht, lesen Sie hier: Gedanken über den Weihnachtsgottesdienst



 zurück zur Startseite    |     zurück zu Aktuelles