Entspannung - fünfmal anders!

Die Botschaft wird jedem verständlich sein, der den Alltag in der Schulbetreuung erlebt. Für unsere Schüler/innen beginnt der Schulalltag am frühen Morgen und endet um 16.00 Uhr. Auch bei einem sehr ausgewogenen, gut organisierten Ablauf, der mit behutsam ausgewählten Schwerpunkten und Ritualen bestückt ist, wünscht man unseren kleinen Gästen einen Augenblick der Ruhe. Aus diesem innigen Wunsch entstanden Ideen, die durch unsere Schüler/innen ausprobiert und mit großer Freude angenommen wurden. So entstand ein kleines Entspannungsrepertoire, aus dem wir der Situation entsprechend immer wieder schöpfen können. Also: Entspannung fünfmal anders.


Mal so - Entspannung im Liegen

Diese Möglichkeit, sich entspannen zu können, nutzen wir gern in den Ferien. Diese Form bedarf nämlich etwas mehr Zeit. Die Gruppenstärke ist auch kleiner. Die Kinder liegen entspannt und gemütlich auf einem weichen Boden in einem warmen Raum. Sobald sie ihre innere Ruhe finden, wird eine angenehme kurze Geschichte vorgelesen oder erzählt. Manchmal hören wir zur Abwechslung einfach nur hin. Manche lassen sich von unserer Wanduhr einfangen und verweilen selbstvergessen beim Klang ihrer gleichmäßigen, immer wiederkehrenden Schritte. Sie genießen das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Manche entfliehen mit ihren Gedanken durch das halb geöffnete Fenster. Sie werden vom Vogelgesang verzaubert oder entdecken einfach viele Geräusche. Sie ordnen diese entsprechend zu. Die Kinder genießen die Freiheit. Nach der kleinen Übung der Stille kommen aber ganz gewiss alle zurück und das ziemlich entspannt.

Mal so - Rückenmassage

Auch diese Form der Entspannung probierten wir in den Ferien aus. Diese Art sich zu entspannen bereitet den Schülern besonders viel Freude. Man kann sie nämlich zu zweit durchführen und wird dabei so richtig verwöhnt. Man spürt dabei auf eigenem Rücken entweder die Bewegung der Igelbälle oder die Wärme der Hände. Die Kinder begegnen sich dabei mit großen Achtung voreinander. Sie führen die Übung sehr vorsichtig aus, so, dass es für alle eine wohltuende Aktion bleibt. Wir erzählen dazu ausgedachte kurze Geschichten. In den Osterferien war unser Rücken eine Frühlingswiese, die so Manches erlebt hat. Die warmen Sonnenstrahlen, den sanften Regen, den Hagel, Blitz und Donner, später den Wind und einen kleinen Igel, der die Wiese ziemlich neugierig erkundschaftete. Auf die Igelmassage freuten sich alle immer wieder aufs Neue.


Mal so - der Regenwurm Klaus

Und hier ein Beispiel aus der Ecke der Wahrnehmungsförderung. Ein Spiel für einen Wollfaden, ein Kind und zwei Hände. Dieses Spiel probierten wir sowohl in den Osterferien als auch im Schulalltag aus. Es dauert nicht lange, benötigt keinen aufwändigen Aufbau und bereitet viel Freude. Besonders dann, wenn der Regenwurm Klaus auf einen nackten Unterarm kriecht oder auf der Nase sich mal kurz ausruht. Es ist kein Irrtum, dieses Spiel funktioniert auch in der Ära der Playstation und Xbox. Die Geschichte vom Regenwurm Klaus begeisterte auch die älteren Schüler/innen.




Mal so - die liegende Acht

Hier ein kleines Beispiel fürs Entspannen mal zwischendurch. Diese Form benötigt nicht allzu viel Zeit. Wir bitten sie oft vor der Hausaufgabenbetreuung an. Und das nicht ganz ohne Grund. Das Malen der Acht mit dem rechten, dann mit dem linken und zum Schluss mit beiden Armen in der Luft spricht beide Gehirnhälften an und fördert ihre Zusammenarbeit und entspannt unendlich. Damit es auch funktionieren kann, bemühen sich die Kinder, diese Übung genau und richtig auszuführen. Es klappt noch nicht immer. Wir sind aber auf einem guten Weg.

Und mal so - die Yogaecke

Diese kleine Ecke bietet unseren Schülern/innen die Möglichkeit, selbstständig ein paar Übungen auszuführen. Sie werden allerdings am Anfang dazu von uns oder von anderen Schülern/innen, die es schon gut können, angeleitet. Hier warten drei unterschiedliche Übungen auf das nach Ruhe suchende Kind: eine Atemübung, eine Übung für den Körper und eine Stilleübung. Das übende Kind kann sich von den an der Wand hängenden Begleitbildern durch die Übungen führen. Es kann aber von einem anderen Kind begleitet werden, in dem es ihm die Inhalte der einzelnen Übungen deutlich und langsam vorliest, was selbstverständlich viel schöner ist.






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