In der Zauberwelt der unbelebten Natur

Verbrachten wir die Osterferien 2011 in einer Zauberwelt? Man könnte es fast so meinen, wenn man die Anspannung der Kinder beim Experimentieren beobachtete. Nicht zuletzt das Ausführen der einzelnen Versuche, sondern auch ihre Ergebnisse ermutigten uns zu sagen: 'Nun, jetzt haben wir aber wirklich gezaubert.' Also was denn jetzt? Hokuspokus oder gut zu erklärende Zusammenhänge aus der Welt der Chemie und Physik? Wir versuchten es herauszufinden, indem wir jeden Tag ein anderes Experiment durchführten. Mal bewegten wir uns in der Welt der Mechanik, mal ließen wir uns von den Erscheinungen aus dem Bereich Optik, Licht, Farben erleuchten. Im Küchenlabor war es auch nie langweilig. Weder beim überdimensionalen Zuwachs des Hefebreis (Angeber), noch während der explosiven Begegnung von Frau Zitronensäure mit Herrn Backpulver. Wir schauten auch mal in die Kisten Luft und Magnetismus. Bei unseren Versuchen waren die Pole zwischen uns und den einzelnen Modellen richtig gerichtet. Also eine Reihe von Experimenten, die uns absolut magnetisch anzog. Neugierde, Freude am Ausprobieren und jede Menge Zufriedenheit waren unsere Gefährten. Das Geschehene hielten wir immer wieder in unseren Tagebüchern fest. Am Ende der Ferien stellten wir drei wichtige Sachen fest:
1. Bei unseren Versuchen gab es keinen Hokuspokus. Alle Zaubereien ließen sich erklären (oh, arme Hexen)
2. Die Ferien waren dafür viel zu kurz. (Wir müssen mal darüber mit Frau Hohberg reden.)
3. und drittens, ja drittens ist eigentlich streng geheim: Wir wissen jetzt, dass unsere Experimente nicht viel mit
Zauberei zu tun haben, aber wissen es die anderen? (Ha! Vielleicht könnten wir mal die großen Zauberer werden?)
Und so sah es aus:

Der Regenbogengucker

Was passiert, wenn man Lichtquellen durch eine Multispektralfolie betrachtet? Unsere Idee war, dass man vielleicht schöne Farben sehen würde. Um es zu überprüfen, haben wir aus der Folie Regenbogengucker gebastelt und verschiedene Lichtquellen wie Sonnenlicht, Lampe und Kerze durch den Gucker betrachtet und verglichen. Durch den Gucker zeigt das weiße Licht all seine bunten Farben. Jede Lichtquelle hat ein eigenes Farbmuster. Das nennt man auch ein Farbspektrum. Das Sonnenlicht hat ein anderes Farbspektrum als eine Neonröhre. Unsere Folie ist besonders, denn sie kann Licht trennen.


Der Farbkreisel

Was passiert, wenn sich ein bunter Kreisel ganz schnell dreht? Wir haben vermutet, dass sich die Farben vermischen würden. Bei unserem Versuch haben wir zuerst einen Kreisel aus einer alten CD gebastelt und die Oberfläche bunt angemalt. Dreht man den Kreisel ganz schnell, vermischen sich die Farben, das Auge ist zu langsam, es kann die Farben nicht mehr unterscheiden.


Der Klangdraht

Was passiert, wenn man einen Gegenstand mit einem Bindfaden verbindet, den dann um die Zeigefinger wickelt und die Finger in die Ohren steckt? Wir haben uns überlegt, dass man den Ton vielleicht besser hören würde. Mit verschiedenen Gegenständen haben wir es nacheinander ausprobiert. Oft hörte man Glockenklang. Der Faden leitet den Schall viel besser als die Luft. Die Vibrationen gelangen wie durch einen Kanal in unsere Ohren und werden dort als lautes Glockengeläut hörbar.


Magnetisches Dart

Was passiert, wenn ich einen Magneten mit verschiedenen Gegenständen in Kontakt bringe? Er bleibt an manchen Sachen 'kleben'. Auf einem Versuchsweg durch unsere Betreuungsräume haben wir festgestellt, dass ein Magnet nur Sachen aus Eisen anzieht. Zwei Magnete ziehen sich an oder stoßen sich ab, ein Magnet wirkt sogar durch unsere Hand oder durch die Tischplatte.


Ein Backpulvervulkan in der Küche

Was passiert, wenn man Backpulver, Zitronensäure und Spülmittel vermischt? Es wird blubbern, das haben wir vermutet. Zur Überprüfung unserer Vermutung haben wir einen Vulkan aus Knete vorbereitet, eine Mischung aus Backpulver und Zitronensäure hergestellt, den Vulkan damit gefüllt und Wasser und Spülmittel zugefügt. Der Inhalt des Vulkans beginnt stark zu schäumen. Die Mischung enthält Natron sowie ein Säuerungsmittel. Mit Wasser löst sich das Säuerungsmittel und reagiert mit dem Natron. Dabei entsteht Kohlenstoffdioxid, das erkennt man am Sprudeln. Durch die Zugabe der Zitronensäure verläuft es schneller. Das Spülmittel wird aufgeschäumt.




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